Aktueller Filmtipp:
Feinde aus dem Nichts
Feinde aus dem Nichts
(Quatermass 2)
Großbritannien, 1957; Regie: Val Guest
Nachdem der erste Teil der Quatermass-Saga für die Hammer Film Productions ein großer Erfolg gewesen war, stand schnell fest, dass eine Fortsetzung her musste. Mit dem schlichten Originaltitel "Quatermass 2" schuf man direkt noch das Novum des nummerierten Sequels, auch wenn sich der Titel streng genommen auf den Namen der im Film vorkommenden Rakete bezieht. Man holte nun auch den ursprünglichen BBC-Autor Nigel Kneale mit ins Boot, der beim ersten Film noch außen vor geblieben war, auch wenn dieser wenig glücklich über die Besetzung des Quatermass mit Brian Donlevy war. Dieser pflegte nun ...
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Posted by Julian von Heyl at 20-Jan-2009 in Filmtipps | Permalink
4. Januar 2009, Liebesgeschichten:
Venus und Adonis
Zehn Monate waren bereits vergangen, seit Venus die schöne Myrrha in einen Baum verwandelt hatte. Voller Verzweiflung hatte sich die Tochter des Cinyras an die Göttin gewandt und gejammert, weder den Lebenden noch den Toten zugehören zu wollen. Venus, die Göttin der Schönheit, erhörte ihr Flehen. Ihr Herz wurde vom Leid der Myrrha berührt und sie konnte sich nicht taub stellen. Hatte sie doch auch einen großen Anteil am Schicksal der Unglücklichen!!
Was war passiert? Wie so oft war es um die Eitelkeiten zwischen Sterblichen und Göttern gegangen: Königin Chenchreis hatte die Anmaßung besessen, die Göttin der Schönheit herauszufordern. Die Haare ihrer Töchter seien schöner als die der Venus. Wie hatte die Göttin bei solch einer Provokation ruhig bleiben können? Voller Zorn bebend hatte sie damals gerufen: "Chenchreis, verflucht seist du und deine Brut. Sollen deine Töchter in der Fremde verheiratet sein und in der Verbannung sterben. Die Jüngste aber, Myrrha, will ich besonders strafen. Du wirst schon sehen, was du von deiner Eitelkeit hast!!"
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Posted by Anke von Heyl in Liebesgeschichten at 00:15 | Permalink | Kommentare (0)
5. März 2008, Automobil:
Der Slim Jim von Cin King
Sonst nur in Powerbooten kommt das 4,3-Liter-Dieselaggregat zum Einsatz, das mittels eines ebenfalls eingebauten Elektromotors gestartet wird. "Der Slim Jim macht Druck", verspricht der brasilianische Automobilhersteller Cin King selbstbewusst in ganzseitigen Anzeigen, die wie ein redaktionell aufgemachter Artikel wirken und derzeit in Fachzeitschriften wie Auto Bild oder Auto, Motor und Sport geschaltet werden. Verblüffender noch als die Motorisierung sind die Abmessungen des neuartigen Kleinwagens: Der stattlichen Länge von über 4,7 Metern steht eine Breite von nicht einmal 80 Zentimetern gegenüber. Die maximal zwei Insassen sitzen Rücken an Rücken, wobei der Clou ist, dass das Auto wie weiland der Zündapp Janus von beiden Seiten gleich aussieht und auch zwei Steuerräder besitzt. Auf innovative Weise bringt Cin King so den Wendekreis auf null: Will man in die Gegenrichtung, steigt man einfach aus, auf der anderen Seite wieder ein und fährt weiter.
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Posted by Julian von Heyl in Automobil at 21:51 | Permalink | Kommentare (0)
1. März 2008, Eisenbahn:
Der Schienenzeppelin von Franz Kruckenberg
Die Geschichte der Personenbeförderung zu Wasser, in der Luft und auf der Schiene ist reich an kuriosen, aus heutiger Sicht abwegig erscheinenden Entwicklungen: Zu diesen darf sicher auch der Flugbahnwagen von Franz Kruckenberg gezählt werden, der aufgrund seiner formalen Ähnlichkeiten zu den Luftschiffen des Grafen Zeppelin als "Schienenzeppelin" in die Eisenbahngeschichte einging. Obgleich von diesem ungewöhnlichen Schienenfahrzeug, das durch die Schubkraft eines am Wagenende angebrachten Propellers angetrieben wurde, lediglich ein Prototyp gebaut wurde und dieser Anfang der 30er Jahre nur wenige Testfahrten absolvierte, ist der Schienenzeppelin bei allen Eisenbahnfreunden dieser Welt unvergessen und besetzt einen festen Platz im Olymp denkwürdiger Technik-Exponate. Übersehen wird dabei gerne, dass Kruckenberg mit seinem Forschen und Wirken nicht nur eine spleenige Randnotiz hinterlassen hat, sondern weitreichenden Einfluss auf die Entwicklung moderner Schnelltriebwagen hatte.
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Posted by Julian von Heyl in Eisenbahn at 00:10 | Permalink | Kommentare (9)
15. Februar 2008, Nerdkram:
Raus aus den Federn: die Weiterentwicklung des Weckers
Was waren das früher, vor Erfindung des Weckers, doch für schöne Zeiten! Man ließ sich vom Gesang der Vögel oder vom Läuten der Kirchenglocken wecken, von den ins Schlafgemach fallenden Sonnenstrahlen wachkitzeln, oder man stand gar nicht auf. Doch die Hektik der modernen Zeit brachte dann die unselige Erfindung der lärmenden Uhr mit sich, wobei als Geburtsstunde des unbeliebten Nachttisch-Requisits das Jahr 1787 gilt und als sein Schöpfer Levi Hutchins aus Concord, New Hampshire, USA. Sehr ausgereift war dieser erste Wecker noch nicht, insbesondere ließ sich die Weckzeit nicht verstellen, und da Hutchins extremer Frühaufsteher war, hatte er seine neuartige Weckmaschine mitleidlos auf 4 Uhr morgens verdrahtet. Dieses "Entweder mitten in der Nacht oder gar nicht"-Prinzip stand einem nachhaltigen Erfolg seiner Erfindung verständlicherweise im Weg, und so begann der Siegeszug des Weckers in den Schlafstuben der Welt erst 1847, als der Franzose Antoine Redier ein mechanisches Modell mit verstellbarer Weckzeit vorstellte. Als Dankeschön erinnert heute noch der englische Ausdruck "Clock" an das französische "cloche" für "Glocke". 1876 ließ sich der Tüftler Seth E Thomas einen aufziehbaren Wecker patentieren.
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Posted by Julian von Heyl in Nerdkram at 12:59 | Permalink | Kommentare (0)
11. Februar 2008, Filmtagebuch:
Irina Palm
Rund 40 Jahre ist es her, dass Marianne Faithfull als glamouröses It-Girl der Swinging Sixties und als Geliebte von Mick Jagger Schlagzeilen in der Boulevardpresse machte. Mit dem Rolling-Stones-Song "As Tears go by" und weiteren Singles profilierte sie sich auch als Sängerin, wobei der Song "Sister Morphine" programmatisch für ihr tiefes Abgleiten in den Drogensumpf stehen mag. Ein Relikt dieser dunklen Zeit und etlicher Zigaretten ist ihre raue und tiefe Stimme, die den Stil ihrer späteren Alben prägte - am bekanntesten dürfte wohl "Broken English" sein, ihr Comeback-Album von 1979. Ihre Karriere als Filmschauspielerin blieb hingegen weitgehend unbemerkt, obgleich sie durchaus gewichtige Rollen innehatte, etwa die Ophelia in Tony Richardsons "Hamlet" von 1969 oder die Königinnenmutter Maria Theresia in "Marie Antoinette" von 2006.
Posted by Julian von Heyl in Filmtagebuch at 16:48 | Permalink | Kommentare (0)
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