Autor: Julian von Heyl
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Das schwarze Reptil
Insgesamt kann „Das schwarze Reptil“ jedem empfohlen werden, der klassischen britischen Grusel mit dem „besonderen Flair“ liebt, insbesondere weil hier einmal ein origineller Weg jenseits der ausgetretenen Dracula- und Frankenstein-Pfade gewählt wurde.
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28 Days Later
Im Finale darf der Held über sich selbst hinauswachsen, muss dabei aber zu recht drastischen Mitteln greifen. Spätestens hier trompetet der Film seine ohnehin latent verankerte Botschaft, dass allein der Mensch des Menschen Feind ist, plakativ und platt hinaus.
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Nächte des Grauens
Der Film hat seine Längen: Im Stil einer klassischen Detektivgeschichte hangeln sich die Protagonisten mühsam von Indiz zu Indiz, während für den Zuschauer längst klar ist, wo das Böse herkommt, und die Pointe ja schon im englischen Originaltitel „The Plague of the Zombies“ geschrieben steht.
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Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies
In einem vor allem als schneller Kassenerfolg konzipierten B-Movie und Exploitationwerk wie diesem darf man natürlich weder ausgefeilte Charakterentwicklungen noch oscarverdächtige Darbietungen erwarten, und so freut es einen immerhin zu konstatieren, dass die Hauptdarsteller ihre Sache leidlich gut machen.
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Body Snatchers – Die Körperfresser
Sorgfältige Charakterstudien sind die Sache des Films nicht, doch die Schauspieler agieren überzeugend und dank der gelungenen Inszenierung und einer insgesamt düsteren und beunruhigenden Atmosphäre fesselt der Film über die gesamte Länge.
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Rabid – Der brüllende Tod
Ein phallusartiger Stachel, der aus einer vulvaförmigen Öffnung in der Achselhöhle herauswächst, dient zum Blutsaugen – Cronenberg hat sich in „Rabid“ wirklich Mühe gegeben, die Enzyklopädie des Vampirismus um eine besonders bizarre und kranke Variante zu erweitern.
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White Zombie
Victor Halperin setzte diesen Gruselklassiker sehr gelungen ins Bild, einige Szenen, etwa das Begräbnis am Anfang oder das Innere der Papiermühle, sind von verstörender, magischer Kraft, und auch seine häufigen Close-ups auf Augen transportieren das Leitmotiv der hypnotischen Kontrolle äußerst effektiv.
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Frankenstein muss sterben
Schluss mit lustig, mag man sich bei „Frankenstein muss sterben“ gedacht haben, denn während Victor Frankenstein, diesmal als Mr. Fenner getarnt, im Vorgängerfilm „Frankenstein schuf ein Weib“ fast schon gütig rüberkam, tut er hier alles, um sich auch noch die letzten Sympathien zu verscherzen: Mord, Erpressung, Entführung, Vergewaltigung, er lässt nichts aus.
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M – Eine Stadt sucht einen Mörder
Trotz der beachtlichen Länge des Films ergibt sich so ein nie langweilendes, atemloses Katz-und-Maus-Spiel, getrieben und getragen von der diffizilen Verwicklung der Interessen der beteiligten Lager.
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Suspiria
Die kunstvolle und sorgfältige Inszenierung und Ausleuchtung der Räume der Ballettschule sind schon allein ein Grund, den Film anzusehen, doch Höhepunkte sind zweifelsohne die Inszenierungen der Morde, die dem Film in Deutschland natürlich auch prompt den Vorwurf der Gewaltverherrlichung eingebracht haben.
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Dellamorte Dellamore
Trotz seines Humors, der stellenweise sogar in platte Albernheit umschwingt, ist der Film keine leichte Kost und fordert dem Zuschauer einiges ab. Soavi schert sich nicht um Genres und gestaltet eine wilde Mixtur …
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Hellraiser III – Hell on Earth
Mehr auf Action-Horror getrimmt, lässt der Film ein wenig die düstere Atmosphäre seiner Vorgänger vermissen, bietet aber eine durchaus interessante Story und sorgt über die gesamte Laufzeit für splatterige Kurzweil.