Christopher Lee

Im Todesgriff der roten Maske

(The Oblong Box)
Quasi als Nachklapp zur Corman-Poe-Reihe 1960–1965 entstand 1969 unter der Regie von Gordon Hessler der Horrorfilm "The Oblong Box", der es schafft, mit der Poe'schen Vorlage praktisch gar nichts zu tun zu haben und auch eher als Rachedrama anzusehen ist – insofern ist hier der reißerische deutsche Titel ausnahmsweise passender.

Wie schmeckt das Blut von Dracula?

(Taste the blood of Dracula)
Die bigotte Doppelmoral des viktorianischen Zeitalters spiegelt sich hier im Zerfall einer Familie wider, Dracula ist das Böse, das durch die Untaten der Väter entfesselt wird, wofür die Kinder bezahlen müssen.

Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse

(Scream and Scream Again)
Die Londoner Polizei jagt den „Vampirmörder“, einen Psychopathen, der junge Frauen tötet und ihr Blut trinkt. Die Spur führt zum sinistren Wissenschaftler Dr. Mabuse. Doch plötzlich soll die Polizei ihre Ermittlungen einstellen. Einzig der Pathologe Dr. Sorel hält sich nicht daran und deckt eine schier unglaubliche Verschwörung auf.

Dracula – Nächte des Entsetzens

(Scars of Dracula)
Aus heutiger Sicht ist „Dracula – Nächte des Entsetzens“ (auch als „Draculas Blutrausch“ vermarktet) ein interessantes Crossover zwischen dem althergebrachten Gothic-Grusel der 50er- und 60er-Jahre-Hammerfilme und neueren, mehr plakativ angelegten Horrorelementen, die deutlich machten, wohin die Reise des Genres ging.

Totentanz der Vampire

(The House that dripped Blood)
Insgesamt nostalgisch charmanter Sixties-Grusel-Spaß, der aber keine deutlichen Höhepunkte zu vermelden weiß.

Die Auferstehung des Grauens

(The Creeping Flesh)
Vordergründig wird hier „das Böse“, was à la Lovecraft aus einer anderen Zeit und einer anderen Rasse kommt, naiv wie eine Krankheit betrachtet, gegen die man einen Impfstoff entwickeln kann. Auf einer tieferen Ebene sehen wir, dass das Böse von der Familie längst Besitz genommen hat.

Dracula jagt Mini-Mädchen

(Dracula A.D. 1972)
Nachdem der Vorgängerfilm "Dracula – Nächte des Entsetzens" an den Kinokassen reichlich gefloppt war, entschlossen sich die Hammer Studios, mit dem Franchise neue Wege zu beschreiten, und ließen die letzten beiden Dracula-Filme im London der (damaligen) Gegenwart spielen.

Die Braut des Satans

(To the Devil a Daughter)
Aufseiten der Schauspieler ist einmal mehr Christopher Lee herauszuheben, der den Pater Michael grimmig und böse wie schon in "Dracula – Nächte des Entsetzens" als wahrhaft perfide Persönlichkeit anlegt, als jemanden, der sich endgültig von der hellen Seite des Lebens verabschiedet hat und in seinem fanatischen Wahn nicht zu stoppen ist.

Die Herren Dracula

(Dracula père et fils)
Christopher Lee ist als galanter Fürst der Finsternis einmal mehr eine Augenweide und zieht sein Image genüsslich durch den Kakao, wenn er sich als spleeniger Vampirdarsteller gibt, der stets einen Reisesarg mit im Gepäck hat. Der Film überzeugt durch eine gute Story und viele gelungene Gags.