Hammer Films

Die 1934 gegründete Filmproduktionsgesellschaft Hammer Films wurde in den 1950er bis 1970er Jahren mit ihren Neuinterpretationen klassischer Horrorfilme wie Dracula, Frankenstein oder Die Mumie mit Christopher Lee und Peter Cushing bekannt.

Dracula – Nächte des Entsetzens

(Scars of Dracula)
Aus heutiger Sicht ist „Dracula – Nächte des Entsetzens“ (auch als „Draculas Blutrausch“ vermarktet) ein interessantes Crossover zwischen dem althergebrachten Gothic-Grusel der 50er- und 60er-Jahre-Hammerfilme und neueren, mehr plakativ angelegten Horrorelementen, die deutlich machten, wohin die Reise des Genres ging.

Gruft der Vampire

(The Vampire Lovers)
General von Spielsdorf gibt für seine Nichte Laura eine Geburtstagsfeier. Als eine der Eingeladenen überstürzt abreisen muss, nimmt er bereitwillig deren Tochter Marcilla auf, die sich schon bald mit Laura anfreundet. Doch in der Folge hat Laura unerklärliche Alpträume und wird immer schwächer, bis sie schließlich an Blutarmut stirbt. Marcilla ist verschwunden …

Dr. Jekyll und Sister Hyde

(Dr. Jekyll and Sister Hyde)
Einmal mehr erweisen sich die Hammer Studios als Meister darin, wenn es um Ausstattung und Lokalkolorit geht; sicher die stärksten Szenen sind die Darstellungen der nächtlichen Londoner Straßen, auf denen sich allerlei zwielichtiges Gesindel herumtreibt. „Dr. Jekyll and Sister Hyde“ ist ein vergnügliches Horror-Vexierspiel …

Draculas Hexenjagd

(Twins of Evil)
Insgesamt machen das originelle Drehbuch und die besondere Leistung von Cushing "Draculas Hexenjagd" zum besten der drei Karnstein-Beiträge von Hammer.

Nur Vampire küssen blutig

(Lust for a Vampire)
Alles in allem ist "Nur Vampire küssen blutig" ein kruder, aber durchaus sehenswerter Mix geworden, der den altmodischen, romantischen Hammer-Horror zusammenbringt mit schwülstiger Schlafsaal-Erotik.

Dracula jagt Mini-Mädchen

(Dracula A.D. 1972)
Nachdem der Vorgängerfilm "Dracula – Nächte des Entsetzens" an den Kinokassen reichlich gefloppt war, entschlossen sich die Hammer Studios, mit dem Franchise neue Wege zu beschreiten, und ließen die letzten beiden Dracula-Filme im London der (damaligen) Gegenwart spielen.

Frankensteins Höllenmonster

(Frankenstein and the Monster from Hell)
Frankenstein wird hier dargestellt als jemand, der äußerlich immer noch kühl und berechnend agiert, tatsächlich aber schon jedes Maß und jede gesunde Selbsteinschätzung verloren hat, ein moderner Sisyphos, der zwangsläufig immer wieder scheitern muss.

Die Braut des Satans

(To the Devil a Daughter)
Aufseiten der Schauspieler ist einmal mehr Christopher Lee herauszuheben, der den Pater Michael grimmig und böse wie schon in "Dracula – Nächte des Entsetzens" als wahrhaft perfide Persönlichkeit anlegt, als jemanden, der sich endgültig von der hellen Seite des Lebens verabschiedet hat und in seinem fanatischen Wahn nicht zu stoppen ist.

Gefrier-Schocker – Hammer House of Horror

(Hammer House of Horror)
Hammer-Fans werden sich die sehr liebevoll gestaltete 4-DVD-Box von Koch Media, der auch ein ausführliches Begleitheft beiliegt, ohnehin ins Regal stellen. Sie sei aber auch allen anderen Freunden des Genres empfohlen: Es erwartet einen trashige und leicht konsumierbare Horrorkost …