Filmkritiken

Hier finden Sie meine gesammelten Filmkritiken, vorwiegend aus den Bereichen Trash, Gothic, Horror und Science-Fiction. Schwerpunkte sind britische Horrorfilme der 50er bis 70er Jahre aus Filmschmieden wie Amicus, Hammer oder Tigon, aber auch die Klassiker der 30er und 40er Jahre aus den Universal Studios.

Die Rückkehr der reitenden Leichen

(El Ataque de los Muertos sin Ojos)
Wischt man das Hauptmanko der Inszenierung einmal beiseite, nämlich dass Plot und Horrorgestalten schon bekannt sind – geht man also von einem "idealen" Publikum aus, dass die 1971er-Variante nicht gesehen hat –, so lässt sich konstatieren, dass Amando de Ossorio hier einiges richtig und einiges sogar noch besser als im ersten Teil gemacht hat.

Lady Frankenstein

(La Figlia di Frankenstein)
Der megatrashige Ultra-Low-Budget-Horrorfilm ist mittlerweile ins Bewusstsein eines ebenso kleinen wie geschmäcklerischen Publikums gedrungen – eines Publikums, welches Dialogzeilen wie "Ich muss ein vollkommenes Geschöpf erschaffen. Ach egal, Hauptsache, ich erwecke es zum Leben" in all ihrer sophistischen Schönheit zu würdigen weiß.

Der Fluch der Mumie

(The Mummy's Shroud)
Ungeachtet der Tatsache, dass das Thema Mumie an Variationsarmut kaum zu überbieten ist, machten sich die Hammer Studios 1967 unverzagt ein drittes Mal ans Werk, das Filmpublikum mit dem bandagierten Wiedergänger das Gruseln zu lehren. Diesmal schickte man als Regisseur John Gilling ins Rennen …

Die Rache des Pharao

(The Curse of the Mummy's Tomb)
Im direkten Vergleich mit „The Mummy“ von 1959 kann der insgesamt recht leichtfüßige Film, den man wohl eher unter romantisches Abenteuer als unter Horror ansiedeln muss, seine Schwächen nicht verbergen.

Zimmer 1408

(1408)
Allzu tiefsinnige Filmkunst darf man von „Zimmer 1408“ nicht erwarten. Håfström gibt der Psyche seiner Hauptperson zwar den notwendigen Raum (durchaus doppeldeutig gemeint), liefert aber keinen Psychothriller ab, sondern bleibt im Rahmen der klassischen Geistererzählung.

Lautlos im Weltraum

(Silent Running)
Douglas Trumbull gelangen äußerst memorable und kraftvolle Szenen, die sich zu einem melancholischen Gesamtbild verdichten, das in Verbindung mit dem wundervollen Soundtrack ein ums andere Mal die Kraft hat, den Zuschauer zu Tränen zu rühren und tief zu bewegen.

Der Schrecken vom Amazonas

(Creature from the Black Lagoon)
Was den Film über den Durchschnitt des Genres hebt, sind die meisterhaften Unterwasseraufnahmen: Zu Recht legendär ist die Szene, in der Kay im weißen Badeeinteiler in der Lagune schwimmt und dabei von der Kreatur unter Wasser begleitet wird – ein fast poetisches, anrührendes Wasserballett.

Westworld

„Westworld“ ist ein Film, der längst als moderner Klassiker gilt und sich zugleich jeder Kategorisierung verweigert, eine Melange aus Science-Fiction, Thriller und Horrorfilm, durchsetzt von – wenn auch nur in Simulation – Stilelementen des Western, gewürzt mit einem Schuss Komödie.

Futureworld – Das Land von übermorgen

(Futureworld)
Insgesamt ist „Futureworld“ weniger radikal geraten als „Westworld“ und mehr auf Unterhaltung ausgelegt, insbesondere den komischen Elementen wird sehr viel mehr Raum gegeben. Sein turbulentes Tempo kann der Film dabei nicht immer halten …

Dracula jagt Mini-Mädchen

(Dracula A.D. 1972)
Nachdem der Vorgängerfilm "Dracula – Nächte des Entsetzens" an den Kinokassen reichlich gefloppt war, entschlossen sich die Hammer Studios, mit dem Franchise neue Wege zu beschreiten, und ließen die letzten beiden Dracula-Filme im London der (damaligen) Gegenwart spielen.