Deer Woman

(Masters of Horror: Deer Woman)
Eine Rehfrau, die ihre Opfer verführt und dann tottrampelt! Man kann sich richtig vorstellen, wie John Landis und sein Sohn Max, die das Skript gemeinsam schrieben, am Frühstückstisch saßen und sich bei der Erfindung abstruser Monster gegenseitig überboten.

Homecoming

(Masters of Horror: Homecoming)
Obgleich der Kriegsschauplatz im Film nicht genannt wird, geht es natürlich um den Irakkrieg, und Joe Dante lässt an Deutlichkeit ansonsten nichts zu wünschen übrig. "Es ist ein Horrorfilm, weil die meisten der Protagonisten Republikaner sind", so sein lakonischer Kommentar.

Der Kuss des Vampirs

(The Kiss of the Vampire)
Wie bei allen Hammer-Filmen dieser Zeit erfreut sich auch hier das Auge an den prächtigen Kulissen, der liebevollen Mise en scène und den satten Technicolor-Farben, wobei der fantastisch inszenierte Kostümball mit Tanz, Orchester und befremdlichen Masken unbestreitbar den Höhepunkt bildet. Hinzu kommt, dass durchweg alle Rollen hervorragend besetzt sind.

Die Satansweiber von Tittfield

(Faster, Pussycat! Kill! Kill!)
"Faster, Pussycat! Kill! Kill!" Ein Titel, der eigentlich das ganze Schaffen von Russ Meyer in drei Wörtern zusammenfasst und der längst zum Kultslogan der Popwelt geworden ist. Wobei Russ Meyer eigentlich nur die Attribute Tempo, Sex und Crime möglichst knackig verpacken wollte.

Irina Palm

Rund 40 Jahre ist es her, dass Marianne Faithfull als glamouröses It-Girl der Swinging Sixties und als Geliebte von Mick Jagger Schlagzeilen in der Boulevardpresse machte. Mit dem Rolling-Stones-Song „As Tears go by“ und weiteren Singles profilierte sie sich auch als Sängerin, wobei der Song „Sister Morphine“ programmatisch für ihr tiefes Abgleiten in den Drogensumpf

Motor-Psycho – Wie wilde Hengste

(Motor Psycho)
Obgleich wie eigentlich alle Russ-Meyer-Filme auch dieser recht cheesy einherkommt, wozu nicht zuletzt der schrammelige 60er-Jahre-Gitarren-Soundtrack beiträgt, liegen die schauspielerischen Leistungen doch über dem Durchschnitt. Gerade in den ruhigeren Szenen entwickelt der Film beachtliche Kraft …

Das Geheimnis der Todesinsel

(La Isla de la Muerte)
Die gesamte Konstruktion des Films ist auf einen Blick als das klassische Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip erfassbar, und es dürfen höchstens Wetten abgeschlossen werden, wen es zuerst erwischt, was aber auch keine große Überraschung darstellt, wenn man verinnerlicht hat, dass in Horrorfilmen sexuelle Promiskuität traditionell schnell Strafe nach sich zieht.

Chocolate

(Masters of Horror: Chocolate)
Jamie arbeitet in einem chemischen Labor der Lebensmittelbranche und lebt in Trennung von seiner Frau und seinem kleinen Sohn. Sein einsames Dasein ändert sich mit einem Schlag, als er feststellt, dass er zeitweise die Sinneswahrnehmungen eines anderen Menschen verspüren kann – einer attraktiven Frau, wie sich bald herausstellt.

Die Eiserne Rose

(La Rose de Fer)
Morbidität und Zerfall auf der einen Seite, Jugend und Erotik auf der anderen: Dieser Antagonismus zieht sich durch sämtliche Werke des französischen "Sexvampir"-Filmers Jean Rollin, und "La Rose de Fer" macht da nicht nur keine Ausnahme

Die Rückkehr der reitenden Leichen

(El Ataque de los Muertos sin Ojos)
Wischt man das Hauptmanko der Inszenierung einmal beiseite, nämlich dass Plot und Horrorgestalten schon bekannt sind – geht man also von einem "idealen" Publikum aus, dass die 1971er-Variante nicht gesehen hat –, so lässt sich konstatieren, dass Amando de Ossorio hier einiges richtig und einiges sogar noch besser als im ersten Teil gemacht hat.