High Tension

High Tension

High Tension (OT: Haute Tension); Regie: Alexandre Aja; Frankreich, 2003.

Darsteller:
Cécile De France (Marie), Maïwenn Le Besco (Alexia), Philippe Nahon (der Killer), Franck Khalfoun (Jimmy), Andrei Finti (Alex‘ Vater), Oana Pellea (Alex‘ Mutter), Marco Claudiu Pascu (Tom), Jean-Claude de Goros (Police Captain), Bogdan Uritescu (Gendarm), Gabriel Spahiu (Autofahrer) …

Inhalt:
Ein einsames Haus, eine vereinte Familie, zwei unzertrennliche Freundinnen. Ein brutaler Mörder, der vor nichts zurückschreckt. Und die Nacht. Eigentlich wollte Alex nur mit Freundin Marie ihre Familie auf dem Land besuchen. Doch als die Nacht einbricht, dringt ein brutaler Fremder in das Haus ein und ein Kampf ums Überleben beginnt.

Kritik:
„Okay, nehmt das auf“, sagt Marie am Anfang des Films im Krankenhaus zu den Ärzten – Anfang eines langen Rückblicks, der sich am Schluss als noch sehr viel subjektiver gefärbt als zuerst angenommen herausstellen sollte. „High Tension“ ist stark kritisiert worden wegen seiner radikalen Wendung am Schluss, die die ganze Filmhandlung in einem anderen – und teils in einem scheinbar sehr unlogischen – Licht erscheinen lässt. Andererseits hebt dieser Plot-Twist den französischen Ausnahme-Horrorfilm heraus aus der Masse seiner Vorläufer und Vorbilder und macht ihn zu einem interessanten Spiel um Wirklichkeit, Wunsch und Wahnsinn.

„High Tension“ ist aber auch über fast die gesamte Laufzeit ein reinrassiger Slasher, der nach einer eher gemächlichen Exposition, in der die beiden Freundinnen Alex (Maïwenn Le Besco) und Marie (Cécile De France) und ihr Verhältnis zueinander vorgestellt werden, in die wohl brutalsten und kompromisslosesten Mordszenen der Filmgeschichte mündet und im Folgenden eine Katz-und-Maus-Jagd bietet, die den im Filmtitel formulierten Anspruch („Hochspannung“) mehr als einlöst.

Alexandre Aja lässt seiner Liebe zu den großen Horrorfilmen der 60er bis 80er Jahre freien Lauf, wir finden mannigfaltige Zitate und natürlich auch die entsprechenden Klischees, die Story selbst ist letztlich eine Variation des „Psycho“-Themas, wobei auch hier eine Duschszene als Schlüsselszene funktioniert. Der hohe Blutgehalt verbietet den Film für empfindsame Gemüter, Fans von Horrorthrillern ohne Wenn und Aber werden den Film aber lieben – oder nach der Schlussauflösung vielleicht auch hassen. Wegweisend!

Weitere Infos zum Film:
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Reviewdatum: 27. Dezember 2005

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