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Torquato - ausgesucht gut.

Buchkritik | Liste aller Einträge


Buchkritik


3. September 2007

Stephen King: Love

king_love.jpgIch hatte mich im Dunkeln verirrt, und du hast mich gefunden. Mir war heiß – so heiß! –, und du hast mir Eis gegeben.

Stephen King hat "Lisey's Story", wie "Love" im Original heißt, seiner Frau Tabitha gewidmet. Nicht nur das, sondern auch die Rahmenhandlung erweckt auf den ersten Blick den Eindruck, es handele sich bei "Stephen Kings vielleicht dichtestem und persönlichstem Roman" (Klappentext, aber gibt es einen Roman von ihm, wo das nicht im Klappentext steht?) um eine mehr oder minder verkappte Autobiographie, um die belletristische Aufbereitung dessen, was King in "Das Leben und das Schreiben" eher trocken rapportierte. Es geht um einen Schriftsteller (allerdings: In fast jedem King-Roman geht es um einen Schriftsteller), beziehungsweise um dessen Frau, beziehungsweise um dessen Witwe. Denn der Schriftsteller, Scott Landon, das erfahren wir direkt zu Anfang, ist tot, dahingerafft von einer Krankheit, die er sich, das erfahren wir sehr spät, wohl geholt hat in einer Welt, die nicht die unsrige ist.

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Posted by Julian von Heyl at 17:17 | Permalink | Kommentare (3) | Verweise (1)

6. Juni 2007

Peter Osteried: The Hammer Chronicles

hammer_chronicles.jpgObgleich die britische Filmproduktionsfirma Hammer schon 1934 durch William Hinds gegründet wurde, einem Komiker, der sich das Pseudonym William Hammer zugelegt hatte, denken wir beim Namen Hammer – zumeist mit verklärten Gefühlen – vor allem an die große Glanzzeit der Studios in den 50er und 60er Jahren. Mit begnadeten Regisseuren wie Terence Fisher, Freddie Francis oder Roy Ward Baker und legendären Schauspielern wie Christopher Lee oder Peter Cushing ließ Hammer die "Universal"-Monsterfilme der 30er Jahre in prächtigen Technicolor-Farben wieder aufleben. Noch heute assoziiert jedermann beim Namen Dracula sofort Christopher Lee in "The Horror of Dracula" von 1957 und den Nachfolgefilmen, kaum jemand denkt zuerst an Bela Lugosi, der den berühmten Blutgrafen 1931 in "Dracula" mimte. Und der Name Frankenstein ist seit 1957 untrennbar mit Peter Cushing verknüpft, der dem Hammer-Œuvre mit seiner Interpretation des Lebensschöpfers sicher einen der interessantesten und komplexesten Charaktere bescherte.

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Posted by Julian von Heyl at 15:11 | Permalink | Kommentare (0)

7. September 2006

Das Dokument des Grauens

grauen1.jpgEs kommt eher selten vor, dass ein Autor sein Buch bereits vor Fertigstellung veröffentlicht – und noch seltener, dass die Veröffentlichung dann kostenlos zu haben ist. Beides ist der Fall beim arrivierten Buchprojekt "Das Dokument des Grauens – Die Geschichte des Horrorfilms" von Ralf Ramge, eine umfangreiche und reich bebilderte Enzyklopädie von bis dato 812 Druckseiten, die als PDF-Dokument frei verfügbar ist.

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Posted by Julian von Heyl at 22:41 | Permalink | Kommentare (2)

3. Juli 2006

Stephen King: Puls

Stephen King: PulsRichard Matheson verdankt seinem ersten Roman "I Am Legend" von 1954 einen gewissen Kultstatus: Die düstere Geschichte, in der die Erde nach einem biologischen Krieg von aggressiven, vampirischen Mutanten heimgesucht wird, hat unter anderem 1968 George A. Romero zu seinem bahnbrechenden Zombiefilm "Night of the Living Dead" (Die Nacht der lebenden Totenneues Fenster) inspiriert. Liest man dann, dass Stephen King sein neues Buch "Puls" (Originaltitel: "Cell") diesen beiden Herren gewidmet hat, ist schnell klar, wo die Reise hingeht: Zombies erobern die Welt.

Entsprechend schnell ist die Story erzählt: Der Comiczeichner Clayton Riddell läuft zufrieden durch Boston und will sich an einem sonnigen Nachmittag, von einem erfolgreichen Vertragsabschluss zurückgekehrt, gerade ein Eis kaufen, als um ihn herum das Inferno ausbricht: Sämtliche Menschen, die gerade mit ihren Handys telefoniert haben, verwandeln sich auf einen Schlag in geifernde Verrückte; mordlustige Bestien, die übereinander herfallen und merkwürdige Laute wie "Eeelah-a-babbalah! Kazzalah!" von sich geben.

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Posted by Julian von Heyl at 19:16 | Permalink | Kommentare (2) | Verweise (1)

15. November 2004

Julian von Heyl: Windows XP Registry Hacks

Julian von Heyl: Windows XP Registry HacksAus der Amazon.de-Redaktion

Als Komplettlösung für jedermann kann das weit verbreitete Windows nur einen massentauglichen Querschnitt seines Potenzials anbieten. Hinzu kommen dann noch Optionen und Möglichkeiten, die Microsoft nicht unbedingt publik machen will. Freies Schussfeld für Windows-Handwerker wie Dominik Reuscher und Julian von Heyl, die mit Windows XP dirty Tricks. PC Underground tief unter die Oberfläche des Windows-Betriebssystems vordringen und dabei klar und deutlich erklären, wo und wie man mit einfachen Einträgen und Konfigurationen Systemverbesserungen erzeugen und Sperren überwinden kann.

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Posted by Julian von Heyl at 17:35 | Permalink | Kommentare (0)

15. August 2004

Julian von Heyl et al.: Windows XP Dirty Tricks

Julian von Heyl, Dominik Reuscher: Windows XP Dirty TricksAus der Amazon.de-Redaktion

Als Komplettlösung für jedermann kann das weit verbreitete Windows nur einen massentauglichen Querschnitt seines Potenzials anbieten. Hinzu kommen dann noch Optionen und Möglichkeiten, die Microsoft nicht unbedingt publik machen will. Freies Schussfeld für Windows-Handwerker wie Dominik Reuscher und Julian von Heyl, die mit Windows XP dirty Tricks. PC Underground tief unter die Oberfläche des Windows-Betriebssystems vordringen und dabei klar und deutlich erklären, wo und wie man mit einfachen Einträgen und Konfigurationen Systemverbesserungen erzeugen und Sperren überwinden kann.

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Posted by Julian von Heyl at 16:52 | Permalink | Kommentare (0)

27. November 2003

Ulrich Hölzer: E zählung

Ulrich Hölzer: E zählungKindheit und Kulte: Kölner Autor beim Umschleichen der Wirklichkeit: Ulrich Hölzers "E zählung".

Als Korrektor, das kenne ich auch, ist man ja nur so eine Art Besenschwinger in den Texten der anderen, was einen Minderwertigkeitskomplex erzeugt, den man letztlich nur durch Schreiben von Büchern kompensieren kann. Ulrich Hölzer ist ebenfalls Korrektor und baut bereits in den Titel seines Buches einen Fehler ein (Wo ist das "r"?). Tatsächlich geht es in der "E zählung", die eigentlich eher eine Loseblattsammlung von kleineren Texten und Reflexionen ist, am Rande auch um den Jaguar Typ E, "dieses schockgefrorene automobile Spermium". In der Hauptsache aber geht es ums Köln der 80er Jahre, um Computer, um die Tücken des Sich-Verliebens, ums Nachtleben, um Kneipen wie das Sixpack, und, immer wieder, um Ulrich Hölzer, der als allgegenwärtiger, sanftmütiger E zähler (namenlos, oder als "Pelzer" mehr geoutet als getarnt) einen nicht enden wollenden Monolog teils aufnimmt und weiterführt, teils auch immer wieder abgleiten lässt auf andere Ebenen, auf eine Meta-Ebene etwa, wo Sprache nur noch als Selbstzweck artikuliert wird und gleichzeitig sich selbst in Frage stellt.

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Posted by Julian von Heyl at 19:02 | Permalink | Kommentare (3)

Axel Gronen: PC Underground - eBay Dirty Tricks

ebay_dirty_tricks.jpgAxel Gronen muss man sich als jemanden vorstellen, der den Dingen gerne auf den Grund geht. So wich auch seine zunächst spielerische Beschäftigung mit dem Phänomen eBay mehr und mehr einem systematischen Eifer, das bekannte Online-Auktionshaus wirklich bis in seine entlegensten Winkel und Ecken zu erkunden. Wichtigste Entdeckung war dabei die Tatsache, dass eBay mit einem Wortfilter arbeitet, welcher in den Suchergebnissen beispielsweise Angebote unterdrückt, in deren Titel das Kürzel "ns" enthalten ist. Dies mag vielleicht den verbotenen Handel mit NS-Devotionalien eindämmen, unter den Tisch fallen aber auch seriöse Angebote mit historischen Fachbüchern über die Nazizeit und sogar Angebote von Grafikkarten, in denen "ns" für die Schnelligkeit in Nanosekunden steht.

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Posted by Julian von Heyl at 18:42 | Permalink | Kommentare (0)

25. November 2003

Tom Wolfe: The Electric Kool-Aid Acid Test

Tom Wolfe: The Electric Kool-Aid Acid TestAmerika der frühen Sechziger: LSD-Experimente, San Francisco, Blumenkinder. Und eine Busreise, wie es sie nie zuvor gegeben hat und nie mehr geben wird: 1968 beschrieb der Journalist Tom Wolfe die legendäre Reise von Ken Kesey und seinen "Merry Pranksters" in seinem "Electric Kool-Aid Acid Test". Ein Buch, welches längst als "Neues Testament der Hip-Mythologie" gilt.

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Posted by Julian von Heyl at 05:05 | Permalink | Kommentare (0)

24. November 2003

Albert Goldman: John Lennon - Ein Leben

Er hat einige der besten Songs der Rockgeschichte geschrieben und war gefürchtet als jähzorniger Schläger. Die Biographie von Albert Goldman befasst sich vor allem mit den Schattenseiten von John Lennon.

Albert Goldman: John Lennon - Ein LebenDas letzte Foto von Lennon ging Ende 1980 durch alle Zeitungen und ist vielen unauslöschbar in Hirn und Herzen haften geblieben: John Lennon, die markante Adlernase spitzer denn je, das Haar wie zu seinen Rock'n'Roller-Zeiten nach hinten gekämmt, signiert seinem Mörder Mark David Chapman "Double Fantasy", Lennons letzte Schallplatte. Unterdessen sind fast zehn Jahre vergangen, und längst thront Lennon hoch oben im Himmel der ewigen Pop-Idole, direkt neben Janis Joplin, Jim Morrison, Brian Jones, Jimi Hendrix und einigen mehr. Kann man ihn dort nicht einfach in Frieden ruhen lassen? Anscheinend nicht. Der ehemalige Englischprofessor Albert Goldman, der auch schon Elvis Presleys Leiche fledderte, lässt kaum ein gutes Haar an dem berühmten Pilzkopf.

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Posted by Julian von Heyl at 06:10 | Permalink | Kommentare (2)

23. November 2003

Brian Moore: Die einsame Passion der Judith Hearne

Brian Moore: Die einsame Passion der Judith HearneEinfühlsame Fallstudie und Manifest der Verzweiflung: Brian Moores 1955 entstandener erster Roman "Lonely Passion Of Judith Hearne" hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt.

"Das erste, was Miss Judith Hearne in ihrem neuen Logis auspackte, war die Fotografie ihrer Tante im Silberrahmen." Zum Foto der Tante kommt das Bild von Herz Jesu. Der Eindruck spießig-behaglicher Geborgenheit bricht erst zwanzig Seiten später zum ersten Mal, beim morgendlichen Blick in den Spiegel: "Trügerisch verwandelte ihr Blick sie gemäß ihrer Vorstellung, veränderte den Umriss ihres fahlhäutigen Gesichts, bildete geschickt die lange spitze Nase um, an der eine kleine kalte Träne hing. (...) Ihr Körper, reizlos wie ein billiger Kleiderständer, füllte sich jetzt mit weichen Rundungen aus, entwickelte eine zarte Linie zum Busen hin. Sie betrachtete den Spiegel, eine reizlose Frau, die sich zur köstlichen Illusion von Schönheit verwandelte."

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Posted by Julian von Heyl at 18:45 | Permalink | Kommentare (0)

22. November 2003

Barbara Vine: Die im Dunkeln sieht man doch

Barbara Vine: Die im Dunkeln sieht man dochIn ihrem Roman "Die im Dunkeln sieht man doch", für den sie 1986 den Edgar-Allan-Poe-Preis erhielt, beschreibt Barbara Vine - vielen besser bekannt als Ruth Rendell -, die Lebensgeschichte von Vera Hillyard, einer der letzten Frauen, die in England gehenkt wurden. Minutiös seziert Barbara Vine die Entwicklung einer Frau, deren Netz aus ritualisierten Lebenslügen nur noch Mord als Ausweg zulässt.

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Posted by Julian von Heyl at 18:30 | Permalink | Kommentare (0)


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