Januar 2008
17. Januar 2008, Elchkritik:
Clowns sind böse
Wir wussten es schon immer: Clowns sind böse. Spätestens seit in den 70er und 80er Jahren die "Clownpower" eines Jango Edwards oder das "zärtliche Gefühl" eines Hermann van Veen zur letzten Wunderwaffe des dahinsiechenden Hippietums wurden, avancierte der Clown zum veritablen Feindbild der progressiven Kräfte, damals durch Punk und New Wave vertreten. "Gefährliche Clowns stehen am Straßenrand", warnte die Düsseldorfer Avantgarde-Popband Der Plan, und subversiv wurde das Kleinkunstidyll der Hippiefraktion nicht zuletzt dadurch unterwandert, dass die Clownsfigur sukzessive von den Horrorfilmfans annektiert wurde. Schließlich ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass das klassische Make-up des Clowns sehr gruselige Elemente beinhaltet: sei es die weiße Gesichtsfarbe, die an Leichen oder Zombies gemahnt, oder der blutrote Mund, der etwas Vampirisches hat.
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Posted by Julian von Heyl in Elchkritik at 17:21 | Permalink | Kommentare (2)


