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Juni 2007



27. Juni 2007, Musik:

Lou Reeds "Berlin" in der Philipshalle

Lou_Reed01.jpgEr hat es wirklich getan. Lou Reed spielte in der Philipshalle, in die trotz ausführlicher Vorberichterstattung nur knapp 1.000 Zuschauer fanden, sein Album "Berlin" Stück für Stück in der Originalreihenfolge nach – ein Konzept, dass bereits The Cure mit ihrer Trilogy-Tour erfolgreich erprobt hatten. Und: Es war schlichtweg erstaunlich, wie die alten Songs in neuen Arrangements förmlich neu aufblühten.

Schon das Entree zeugte von Stilsicherheit: Über den Hintergrund der noch leeren Bühne fluteten Aufnahmen von Wellen und strömendem Wasser, kongenial dazu ausgewählt das 18-minütige "Like a Possum" von der "Ecstasy"-CD, das brachiale Rückkopplungsberge auftürmte. Dann posiert sich die imposante Besetzung; links der 12-köpfige New London Children's Choir, ein Kontrabassist und, auf einem Barhocker, die wundervolle Sängerin Sharon Jones, auf der rechten Seite die Streicher- und Bläserfraktion. Und mittig: die klassische Rock-'n'-Roll-Besetzung, Steve Hunter an der Gitarre, der bereits das Originalalbum mit einspielte, Fernando Saunders als Bassist und Co-Sänger, Keyboard und Drums, und natürlich the Master himself, schlicht in Jeans und T-Shirt gekleidet und mit roter Gitarre.

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Posted by Julian von Heyl in Musik at 15:49 | Permalink | Kommentare (0) | Verweise (2)

17. Juni 2007, Internes:

Extra-Werbung für Frame bei Google-Bildsuche

google_bildsuche.jpgWer über die Google-Bildsuche recherchiert, bekommt bekanntlich, wenn er auf ein Bild klickt, die dazugehörige Webseite in einem Frame angezeigt – nicht gerade zum Gefallen der Webmaster und Blogbetreiber. Denn erfahrungsgemäß haben die Bildersuchenden kaum Interesse an der Seite, in die das Bild eingebunden ist, und verfälschen daher die Statistiken der täglichen Besucher teilweise erheblich. Im Echolog kann ich etwa nur ca. jedem fünften Besucher ein gewisses Interesse an meinen mit Herzblut geschriebenen Beiträgen unterstellen, alle anderen, also fast 80 Prozent, wollen nur schnöde Bilder abstauben.

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Posted by Julian von Heyl in Internes at 18:37 | Permalink | Kommentare (5)

13. Juni 2007, Musik:

Lou Reed: Livetour "Berlin"

lou_reed_berlin.jpgMen of good fortune, often cause empires to fall / While men of poor beginnings, often can't do anything at all / The rich son waits for his father to die / The poor just drink and cry
(Lou Reed, "Men of good fortune")

1973 war ein aufregendes Jahr für die Popmusik, geprägt von Paradiesvögeln und Glamrock: Roxy Music brachten mit "For Your Pleasure" und "Stranded" gleich zwei Hitalben auf den Markt, David Bowie reüssierte als Ziggy Stardust, und Alice Cooper, Gary Glitter, T-Rex oder Slade ließen es ordentlich krachen. Und Lou Reed? Seine Band The Velvet Underground war, schon bevor Andy Warhol sie unter seine Fittiche nahm, wegweisend und gilt bis heute vielen Garagen- und Independentbands als Inspiration. In den 70ern machte Reed solo als "Rock'n'Roll Animal" Furore, verschreckte sein Publikum mit öffentlich gesetzten Heroinschüssen, bizarren S/M-Kostümen und einem lärmenden Sound, gewürzt mit Elementen des Glamrocks.

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Posted by Julian von Heyl in Musik at 15:11 | Permalink | Kommentare (0) | Verweise (2)

6. Juni 2007, Buchkritik:

Peter Osteried: The Hammer Chronicles

hammer_chronicles.jpgObgleich die britische Filmproduktionsfirma Hammer schon 1934 durch William Hinds gegründet wurde, einem Komiker, der sich das Pseudonym William Hammer zugelegt hatte, denken wir beim Namen Hammer – zumeist mit verklärten Gefühlen – vor allem an die große Glanzzeit der Studios in den 50er und 60er Jahren. Mit begnadeten Regisseuren wie Terence Fisher, Freddie Francis oder Roy Ward Baker und legendären Schauspielern wie Christopher Lee oder Peter Cushing ließ Hammer die "Universal"-Monsterfilme der 30er Jahre in prächtigen Technicolor-Farben wieder aufleben. Noch heute assoziiert jedermann beim Namen Dracula sofort Christopher Lee in "The Horror of Dracula" von 1957 und den Nachfolgefilmen, kaum jemand denkt zuerst an Bela Lugosi, der den berühmten Blutgrafen 1931 in "Dracula" mimte. Und der Name Frankenstein ist seit 1957 untrennbar mit Peter Cushing verknüpft, der dem Hammer-Œuvre mit seiner Interpretation des Lebensschöpfers sicher einen der interessantesten und komplexesten Charaktere bescherte.

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Posted by Julian von Heyl in Buchkritik at 15:11 | Permalink | Kommentare (0)

4. Juni 2007, Nerdkram:

Verblüffend: Google-Bildersuche mit Gesichtserkennung

gesichtserkennung.jpgWährend die automatische Durchforstung von Texten und Erkennung von relevanten Textinhalten technisch vergleichsweise profan ist und als Grundlage für die Google-Werbeservices AdSense und AdWords dient, ist es bei Bildern schon etwas schwieriger, Inhalte auszumachen. Aber: Man arbeitet daran. Beziehungsweise, im Fall Google: Man kauft zu. Nämlich die Firma Neven Vision, die sich unter anderem auf die biometrische Gesichtserkennung in Bildern spezialisiert hat. Und, zugekauft, eingebaut, schon kann man in der Google-Bildersuche gezielt nach Gesichtern suchen.

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Posted by Julian von Heyl in Nerdkram at 11:48 | Permalink | Kommentare (0)